Umbau und Erweiterung
Direktauftrag
Planung und Ausführung 2017
Die ehemalige Schaltzentrale der Swisscom wird zur kreativen Wirkungsstätte: Für ein Studio für Architekturvisualisierung übersetzen Glasbausteine, sichtbare Tragstrukturen und industrielle Einbauten die Themen Licht und Materialität in den Raum.
Das Bürohaus an der Limmatstrasse 291 liegt im ehemaligen Industriequartier Escher-Wyss, das sich seit den 1990er-Jahren von der PTT- und Swisscom-geprägten Gewerbezone zum Bürostandort Zürich-West gewandelt hat. Der 1985 erstellte Bau – ehemals Schaltzentrale der Swisscom – wurde 2016 saniert; im Folgejahr zieht im 2. Obergeschoss ein Studio für Architekturvisualisierung ein.Der Umbau übersetzt die Tätigkeit der Bauherrschaft – Bildwelten aus Licht und Materialität – in den Bestand, statt sie zu überschreiben. Die ehemalige Schaltzentrale wird zur kreativen Wirkungsstätte: Hohe Decken, grosse Verglasungen und sichtbare Tragstrukturen prägen das Erscheinungsbild und bleiben integraler Bestandteil des neuen Charakters.Die Thematik der Glasbausteinwände, die sich in den bestehenden Erschliessungsflächen findet, wird aufgegriffen und unmerklich als raumdefinierendes Element weitergeführt: Sie separiert die notwendigen Sitzungszimmer und Nebenräume vom offenen Arbeitsbereich, ohne die Durchlässigkeit des Raums zu unterbrechen. Zusammen mit den industriellen Installationen und Einbauten, die sichtbar bleiben, liest sich die ursprüngliche Nutzung weiterhin ab und verleiht der neuen Arbeitswelt ihre Konzentration und Atmosphäre.Der Verzicht auf zusätzliche Verkleidungen und der Erhalt der bestehenden Gebäudetechnik und Tragstruktur reduzieren den baulichen Eingriff auf ein Minimum.