Wohnüberbauung Herrliberg

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Rendering

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«FIELDS OF GOLD»
Studienauftrag im Einladungsverfahren, 2024-2025
2.Rang

In einem Waldgarten am Seehang betritt jede Wohnung durch die eigene Tür am offenen Treppenhaus – ein Eigenheim pro Geschoss. Vier tragende Wandklammern geben die Ecken frei und öffnen den Blick zum Zürichsee in alle Himmelsrichtungen.

Der Hang oberhalb des Zürichsees ist von freistehenden, ins Grün eingebetteten Ein- und Mehrfamilienhäusern geprägt. Die tiefe Ausnutzung der Wohnzone sichert ungestörte Blicke nach Süden zum See und zu den Voralpen. Der Ersatzneubau übernimmt dieses Muster: Die mit Areal-Bonus zulässige Baumasse verteilt sich auf drei eigenständige Häuser, die je aus zwei Volumina mit dazwischenliegendem, offenem Treppenhaus bestehen. Weil die Treppen nicht zur Baumasse zählen, kommt diese vollständig den 17 Wohnungen zugute, während sich die feingliedrigen Körper massstäblich in die Nachbarschaft einfügen.

Die bestehende Topografie bleibt weitgehend erhalten und wird zu wenigen Geländekanten moduliert, an denen die Häuser die räumliche Eigenständigkeit eines Einfamilienhauses gewinnen. Der Aushub bleibt minimal; die mittig gelegene Tiefgarage verbindet alle Häuser und wird über die Langackerstrasse erschlossen. Dort empfängt ein bepflanzter Vorplatz mit Briefkästen und Unterflurcontainern, von dem ein privater Fussweg der Topografie entlang zu den einzelnen Eingängen führt. Über die aussenliegenden Treppen betritt jede Wohnung durch die eigene Tür – ein Eigenheim pro Geschoss, mit klarer Distanz zum Nachbarn. Die Umgebung ist als Waldgarten aus einheimischer Vegetation angelegt: Buchen, Föhren und Lärchen an den Rändern, blühende Stauden an Häusern und Wegen, Findlinge aus dem Aushub als Spielorte. Der Garten dient nicht als Nutzfläche, sondern als unterhaltsarme Kulisse und Filter, der Weitblick öffnet und Privatsphäre wahrt.

Vier tragende Wandklammern aus Beton bilden das Grundgerüst jeder Wohnung. Sie nehmen Steigzonen und Nasszellen auf und geben durch ihre mittige Lage die Ecken frei – für diagonale Ausblicke in alle Himmelsrichtungen.Ein grosszügiger Eingang mit Garderobe fliesst in den offenen Ess- und Wohnraum, der sich nach Süden zur Terrasse öffnet; der Schlafbereich wird stets über den Ess-, nie über den Wohnraum erschlossen. Im Masterbereich liegen Bad und Dusche in der Wandklammer, belichtet durch ein rundes Fenster, das Privatsphäre und Identität zugleich stiftet. Das Betontragwerk bleibt sichtbar: fein gerillte Decken, der Unterzug als Raumteiler, Eschenparkett im Leiterverband.

Der Ausdruck verbindet Ortstypisches mit der Einbettung in den Garten. Die verputzten Flächen der Wandklammern – dämmendes Backstein-Mauerwerk mit Kellenwurf – laufen bis in die Attika durch. Die gedämmten Betonbrüstungen sind mit einer hinterlüfteten Fassade aus fein gewellten Metallpaneelen bekleidet, deren Reflexion die Vegetation aufnimmt, ohne die Bewohner zu blenden; Brüstungen aus Kunststein vermitteln zu den dreifach verglasten Holz-Metall-Fenstern.

Kompakte Volumina, hoher Dämmstandard und massive Speichermasse zielen auf Minergie, während Erdsonden mit Wärmepumpen, Bodenheizung und Photovoltaik auf den Attikadächern den Energiebedarf decken und die robuste Bauart aus Beton und Backstein tiefen Unterhalt und langfristige Werterhaltung sichert.

Programm

Ersatzneubau einer Wohnüberbauung mit 17 Eigentumswohnungen im gehobenen Standard (drei Mehrfamilienhäuser) und gemeinsamer Tiefgarage.

Kosten

-

Geschossfläche

3'930.5 m²

Bauherrschaft

P&B Generalbau AG, Zug (vertreten durch Xania Partners AG, Zürich)

Architektur

PENZISBETTINI. Architekten ETH/SIA GmBH

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Bauingenieurwesen

Dr. Neven Kostic GmbH, Zürich

Visualisierung

Nightnurse Images AG, Zürich