Ein heutiger Metallbau.

Ein heutiger Metallbau
Selektiver Projektwettbewerb
2019

 

Die für die Jura-Südfuss-Region typischen Metallkonstruktionen der 50er bis 80er Jahre haben das «Denken in Systemen» zum kristallinen Ausdruck gebracht: Die in zwei Richtungen, homogenen Strukturen aus Stahl beantworten die Frage der Flexibilität mit einem für die Zeit effizienten Einsatz von Material. Sie lösen auf intelligente Art die Frage nach den Anschlüssen nichttragender Bauteile, indem sie in den architektonischen Ausdruck des Skeletts integriert wird. Die steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit, sowie der thermischen Trennung zwischen Innen und Aussen haben das Material Stahl von der aktuellen Baupraxis entrückt. Erst mit der Erkenntnis der Materialeffizienz und vollkommener Wiederverwendbarkeit lässt sich dieses Material neu anwenden. In Kombination mit einer Holzkonstruktion entspricht der heutigen Aktualisierung des reinen Stahlbaus: Dank kraftschlüssiger Verbindungen können die HEB-Profile die notwendigen Spannweiten effizient mit einer geringen statischen Höhe überspannen und bieten ideale Möglichkeiten für den Anschluss der Deckenelemente aus Holz in Querrichtung. Die vorgefertigten Hohlkasten-Holzelemente spannen als einfache Balken die Spannweite von 7.5m, leisten dank dem Verschrauben der einzelnen Elemente die erforderliche Membranwirkung der Decken und erfüllen die akustischen-, statischen- und brandschutztechnischen-Anforderungen ohne zusätzlichen Schichten. Der Rücksprung der Fassade im Erdgeschoss wird durch die 90°-Drehung der Tragstruktur gewonnen: die Einfachheit des Skelettbaus wird ohne komplexe Abfanglösungen erhalten. Die zwei Erschliessungskerne aus Stahlbeton leisten die horizontale Gebäudeaussteifung gegen Wind- und Erdbebenkräfte.

Selektiver Wettbewerb
Schulanlage Kleinholz Olten, 2019

Olten Stahlbau cut